Wer hat nicht schon von den Seen und Wäldern Finnlands gehört? Sie bilden eine einzigartige Naturlandschaft – ein Labyrinth verschiedenster Farben und Formen: Zahlreiche Inseln und Schären ragen aus den blauen Gewässern und lange Seearme greifen in das Grün der unendlichen Wälder.
Mit seinen unberührten, von sanften Hügeln gewellten Weiten ist Finnland ein ideales Reiseziel für Naturfreunde. Zauberhaft sind die Sommernächte, wenn nördlich des Polarkreises die Sonne nicht untergeht, und auch südlich davon bleibt es die ganze Nacht über hell.
Eine landschaftliche Besonderheit Finnlands ist das so genannte Schärenmeer ("Schäre" kommt vom schwedischen skär, 'Klippe'). Damit sind die unzähligen Inseln und Inselchen gemeint, die in einzelnen Gruppen, den Schärengärten, die Küste des Landes säumen.
Ihre Zahl ist fast gleich groß wie diejenige der Seen. Am bekanntesten sind die Schärengärten von Turku und den Åland-Inseln – beide Archipele gehören zu den grössten Europas.
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| Wind & Wetter: | Kontinentalklima mit warmen Sommern und eisigen Wintern. In der Saison meist schwacher Süd- bis Südwestwind zwischen 8 und 12 m/s. Starker Wind (bis 20 m/s) ist unwahrscheinlich, ausgenommen während eines plötzlichen Gewittersturmes. Ende August treten die ersten herbsttypischen Starkwinde auf. Mehr auf der Website des Finnischen Meteo Institutes: www.fmi.fi Weitere nützliche Informationen auf der Website der Finnischen Maritimen Administration unter www.fma.fi Die Segelsaison ist auf Mitte Mai bis Ende September beschränkt. Beste Segelzeit: Von Mitte Juni bis Mitte August. |
| Navigation: | Navigiert werden muss mit sehr viel Umsicht. Zwischen den Inseln liegen zahlreiche Riffs und Felsbrocken. GPS und Plotter sind hilfreich, wenn die Sicht schlecht ist. Koppelnavigation sollte man aus dem FF beherrschen. Nachdem mehr und mehr Radiosender die Wetterberichte eingestellt haben, empfiehlt es sich, SMS-Dienste in Anspruch zu nehmen, die den Wetterbericht für das aktuelle Revier auf das Handy senden. Kaum Gezeitenunterschiede und im Sommer selten hohe Brandung. Der Salzgehalt ist gering, da nur wenig Salzwasser aus der Nordsee durch das Skagerrak (Nordspitze Dänemarks) bis nach Finnland gelangt. Auch die zahlreichen Flüsse und regelmäßigen Niederschläge machen sich in dieser Hinsicht bemerkbar. |
| Häfen und Ankerplätze: | In größeren Orten sehr gute Marinas, in Dörfern Stege, in vielen Buchten Muringbojen des finnischen Seglerverbandes.. Fast überall gute Versorgungsmöglichkeiten: Verwöhnte Segler müssen in Finnland auf wenig verzichten, in den großen Städten ist alles zu bekommen. Wer dagegen in die Inselwelt vorstößt sollte sich gut versorgt haben, dort ist das Angebot spärlich. Wo rundum das Meer wogt, wird natürlich überwiegend Fisch gegessen. Aber auch Rentierfleisch ist im Angebot. Finnland besitzt seine eigene Version des schwedischen smorgasbord – unbedingt probieren. |
| Vorschriften und Behörden: | Funkschein ist Pflicht! |
| Anreise: | Turku: mit Fin air ab Düssseldorf oder Frankfurt via Helsinki; mit Skandinavian Airlines (SAS) ab Düsseldorf und Frankfurt via Stockholm; ab Düsseldorf mit SAS via Kopenhagen; ab München mit SAS und Lufthansa via Helsinki. Helsinki: täglich von allen deutschen großen Flughäfen mit Skandinavian Airlines (SAS) und Lufthansa; Air Berlin ab Berlin Tegel, Germanwings ab Köln. Mit Lowcost-Carrier Blue1 von Hamburg nach Helsinki. Von Helsinki nach Taalintehdas oder Airisto per Taxi (organiserter Transfer). |
| Nicht möglich: | Nachtsegeln in den Schären. |
Das Segelrevier lockt mit dem Südwesten und den Åland-Inseln. Die finnische Westküste liegt am Bottnischen Meerbusen und die Südküste am Finnischen Meerbusen, beide gehören zur Ostsee.
Die Küste ist insgesamt 4600 km lang und besteht aus unzähligen Buchten und Inseln.
Die Ansteuerung von der schwedischen Küste über das Ålandhaff ist der einfachste Kurs nach Finnland (ca. 40 Seemeilen bis Mariehamn). Zu empfehlen als erster Anlaufpunkt ist der Westhafen von Mariehamn.
Infos in deutscher Sprache über die Sehenswürdigkeiten gibt es beim Hafenmeister. Dort stehen auch Fahrräder zur Erkundung der näheren Umgebung zur Verfügung.
Die Insel Gullkrona zwischen Åland und Turku, sorgsam behütetes Idyll und eine Art lebendiges Märchenland, ist längst kein Geheimtipp mehr, aber wert einzulaufen. Viele reizvolle Orte in der Region warten darauf, wie Gullkrona entdeckt zu werden.
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