„ Französische Mittelmeerküste ”
Rod Heikell
Edition Maritim
„ Côte d'Azur ”
Gernot Firsching
Pietsch-Verlag
„ Korsika, Nordost-Sardinien und Toskanische Inselwelt ”
Andrea Horn, Wyn Hoop
Edition Maritim
„ Törnführer Korsika, Sardinien, Elba ”
Klaus-Jürgen Röhring
Delius Klasing
Die Regionen Frankreichs sind so verschieden wie die Käsesorten des Landes!
Auf den Erlebnispfaden der Bretagne spürt man auch heute noch gallische/keltische Einflüsse von Asterix und Obelix.
Im Kontrast zur rauhen Atlantikküste blühen an der Côte d’Azur, der azurblauben Mittelmeerküste, zarte gelbe Mimosen und satte pinkfarbene Bougainvillea.
Mit dem Hauch verschiedener Parfumdüfte kann ein Segler die frische Küstenbrise mit nach Korsika nehmen.
Moderne Abenteuerpiraten lassen hier gerne der Phantasie freien Lauf, entdecken mit vollen Segeln die wilde steile Korsarenküste und schmieden Eroberungspläne für die Erkundung einer neuen Segeldestination.
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Mit seinen wilden Gebirgen und seiner buchtenreichen Küste ist Korsika keine Gegend für Meilenfresser und Kaum-da-schon-wieder-weiter-Segler. Wer kommt, um die Insel in einer Woche zu umrunden, wird die meisten der traumhaften Buchten und pittoresken Häfen nicht erleben können. Wer dagegen die Langsamkeit entdecken will, ist auf Korsika genau richtig.
Ausgangspunkt ist Ajaccio, die kleine Stadt des großen Korsen – Napoleon wurde hier geboren und ist in den engen Gassen präsent wie nirgendwo sonst.
Sehenswerte Highlights sind außerdem die korsische Eisenbahn, die einen Teil der Insel durchquert, und der GR 20 mitten durch das Hochgebirge, der anspruchsvollste Fernwanderweg Frankreichs. Charakteristisch sind die ausgedehnten Kastanien- und Eichenwälder sowie die wilde "Manquis", eine grüne Buschmixture aus Myrte, Heidekraut, Mastixsträuchern, Erdbeer-bäumen und Zistrosen, die nahezu die Hälfte der Insel bedeckt. Im Frühjahr erblüht sie in bunten Farben und ihr intensiver Duft weht weit aufs Meer hinaus. Napoleon schwärmte, er könne seine Insel allein am Geruch erkennen.
Am Westrand des korsischen Berglandes öffnen sich Täler zwischen felsigen Vorgebirgen zu breiten Buchten und Golfen, die zu den reizvollsten der Insel zählen: Der Golf von Calvi, Porto, Sagone, Ajaccio und Valinco.
Die für Yachten interessanten Häfen sind Calvi, L’ile-Rousse, Porto und Ajaccio an der Nord- und Westküste, Bonifacio an der Süd- und Portovecchio und Bastia an der Ostküste. Atemberaubend ist die bizarre Felsenlandschaft Calanche an der Westküste. Die Girolata-Bucht, etwas südlicher, ist einer der schönsten Ankerplätze der Insel, ein wahrer Ort der Langsamkeit.
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| Wind & Wetter: | In den Sommermonaten setzt der Seewind gegen 9 Uhr ein und kann am Nachmittag auf 6 bis 7 Bft auffrischen, abends flaut er meist wieder ab. Der Landwind ist moderater, kann aber für eine feine Segelbrise sorgen. Gefürchtet ist der Mistral, mit dem man immer rechnen muss. Auch der Schirocco hat es in sich: im Frühjahr kommt er mit 7 bis 8 aus SE daher. Wegen der zahlreichen Landmarken kommt man mit terrestrischer Navigation rund um die Insel zurecht. Das Revier ist gut betonnt und befeuert, in Küstennähe aber auch reich an Unter- und Überwasserfelsen. Der Tidenhub beträgt etwa 20 cm. Außer in der Straße von Bonifacio ist der Strom vernachlässigbar, dort allerdings setzt er bei starkem Westwind 1 bis 2 Knoten ostwärts. Beste Segelzeit: Mai, Juni und September, möglich sind auch April und Oktober. Zur Hauptferienzeit Juli und August ist es voll und teuer. |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel. Viel Wind ist in der Straße von Bonifacio keine Seltenheit. Ansonsten eine Mischung aus Ankern und Marinas. |
| Navigation: | Vor der Küste liegen einige Felsen und kleine Eilande, die aufmerksame Navigation erfordern. Der Tidenhub ist in der Nordadria größer als im Süden und kann bei Springtiden schon mal einen Meter betragen. Insbesondere in Durchfahrten und an Kaps können die üblichen maximalen Strömungen von 0,5 Knoten in solchen Fällen deutlich überschritten werden. |
| Häfen und Ankerplätze: | In den meisten Marinas wie Calvi, Cargése, Ajaccio, Propriano und Bonifaccio sind Kettenmurings. Ohne Murings ist es üblich „römisch-katholisch“ vor Buganker und mit dem Heck am Kai zu liegen. Marine de Nonza, Marine di Malfalco, Marine de Davia, Baie de Crovani, Marine d’Elbo, Anse de Gattaghia, Baie de Liscia, Anse de Sainte-Barbe, Anse de Ferru und Cala Lazavina sind einige von vielen schönen Ankerbuchten Korsikas. |
| Anreise: | Low-Cost-Carrier Easyjet ab Berlin, Basel, Köln, Intersky ab Friedrichshafen nach Nizza. Mit Air France per Zubringer via Paris nach Marseille/Lyon - Anschluss nach Ajaccio/Bastia. Lufthansa fliegt auch nach Nizza und Marseille. Flug von Nizza nach Ajaccio oder Fähren ab Marsaille, Nizza oder auch ab Italien. |
| Nicht möglich: | Billigurlaub! Sonst geht (fast) alles. |
Quirlige Großstädte und malerische Orte, liebliche Buchten und verträumte Inseln – die Cote d‘ Azur hat viele Gesichter und ist deshalb immer für einen Segeltörn gut. Besonders die Küste zwischen Antibes und Hyères lockt Genießer und frankophile Segelfans an.
Die blaue Küste erstreckt sich von der italienischen Grenze bei Menton bis nach Toulon und schließt so wohlklingende Namen wie Monaco, Nizza, Antibes, Cannes, Saint-Raphael, Saint-Tropez, Port Grimaud, Hyères und Toulon mit ein. Im Hintergrund leuchten die schneebedeckten Berge der Alpen, zu Füßen lockt das Blau des Mittelmeeres, die Villen des Luxus schimmern in der Sonne, Fischerboote flimmern auf dem Meer, ein Paradies aus schroffen Felsnasen und goldenen Sandbuchten – was will man mehr! Der an über 300 Tagen im Jahr azurblaue Himmel gab der Küste den Namen.
Es gibt vermutlich kein anderes Segelrevier, in dem mehr Häfen und Marinas auf so engem Raum aneinandergereiht sind. Leider muss man in den Sommermonaten damit rechnen, in den Häfen abgewiesen zu werden. Es ist deshalb immer gut einen Ankerplatz in der Hinterhand zu haben – aber auch diese sind häufig dicht belegt. Geheimtipps wie dieser sind selten: Wenn im Hochsommer auf den Inseln vor der Küste zu viel Trubel herrscht, gibt es am Festland die Anse de l’Estagnol beim Cap Bénat. Fünf Meilen von Hyères entfernt finden Segler hier eine wunderschöne Bucht mit bewachsenen Ufern und kristallklarem Wasser über hellem Sandgrund.
Der große Vorteil des Reviers: es bietet kulinarische und kulturhistorische Delikatessen – und Orte mit hinreißendem Flair vor dem großartigen Hinterland der Provence. Die mögliche Anreise mit dem PKW ist ein weiteres stichhaltiges Argument für die „Côte“, wie sie von Eingeweihten genannt wird.
In jedem Fall ist sie eine Küste der Genießer. Zum Frühstück ein Croissants mit Café au lait, danach eine angenehme Segelbrise auf dem Meer, auf dem Ankerplatz ein Glas Rotwein mit Camembert und frischem Baguette, und am Abend ein Restaurant im dichten Hafenviertel mit uriger Atmosphäre und der einzigartigen Küche der Provence – das sind Segelferien pur.
St. Tropez, St. Raphael, Cannes, Antibes, Nizza und Monte Carlo sind die Highlights einer solchen "Tour de Côte".
Die Yachten unseres Hauptpartners Kiriacoulis liegen in Bormes les Mimosas. Weitere Stationen der ARGOS-Partner Bestsail/Yachting Central und Seaways sind Frejus und Antibes. Port Pin Rolland und Marines des Cogolin ergänzen unser Côte d’Azur-Angebot. One-Way-Törns sind nach Absprache zwischen zwischen Festland und Korsika möglich.
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| Wind & Wetter: | Der Mistral stürmt oft unvermittelt aus der Düse des Rhônetals heraus und kann auch im Sommer zu Sturmstärke anwachsen. Dann überzieht er den Golf de Lion mit weissen Schaumkronen, die sich manchmal über 100 sm bis nach Korsika zu hohen Wellen aufbauen. Die französischen Wetterberichte sagen ihn meist zuverlässig voraus. Das Revier ist gut befeuert, aber nicht jeder Unterwasserfelsen ist betonnt, Vorsicht ist deshalb geboten. In jedem Hafen hängt früh eine aktuelle Vorhersage beim Hafenmeister aus. Auch zum Mitnehmen. Beste Segelzeit: Frühjahr (Mai, Juni) und Spätsommer (September) |
| Schwierigkeitsgrad: | Mäßig. Kurze Entfernungen mit Marinahopping. Allerdings muss das Hafenmanöver sitzen. Während die hafen- und buchtenreiche Côte d'Azur ideal für Familiencrews oder weniger erfahrene Segelteams ist, sollten sich im westlichen Teil Südfrankreichs mehr die erfahrenen Starkwindsegler tummeln. |
| Navigation: | Aufgrund der guten Sichtverhältnisse kann fast ausschließlich terrestrisch navigiert werden, GPS und gegebenenfalls Plotter sind hilfreich. |
| Häfen und Ankerplätze: | Kurzzeit-Anlegen von 15 Minuten bis zu sechs Stunden ist manchmal kostenlos. Eine Liegeplatz-Anmeldung erfolgt gewöhnlich über UKW-Kanal 9, selten über Kanal 12. In den Häfen sind in der Regel Wartekais eingerichtet. In jedem Hafen ein Überangebot an Versorgungsmöglichkeiten. Sowohl Marinagebühren als auch Restaurants und Bars sind nicht billig. |
| Anreise: | Mit dem eigenen PKW oder per Flugzeug ab Deutschland via Paris oder Lyon mit Air France/Air Inter. Wenige Direktflüge nach Marseille. Lufthansa direkt nach Nizza. Lowcost-Carrier Germanwings ab Köln, Intersky ab Friedrichshafen, Easy-Jet ab Berlin, Dortmund und Basel nach Nizza. |
| Nicht möglich: | Meilen fressen, Billigurlaub und einen kostenlosen Liegeplatz in einem Hafen finden. |
Die Gallier nannten ihre Halbinsel zwischen Ärmelkanal, Atlantik und Biskaya Armorica – "Land im Meer" (Armor ist die bretonische Bezeichnung für Meer).
Der Küstenstreifen, das breite Wattgebiet und die vorgelagerten Inseln sind damit treffend beschrieben. Die Nordbretagne ist rauher, die Südbretagne dagegen eines der beliebtesten Segelreviere Frankreichs.
Zuverlässige Winde, hervorragende Wetterberichte, hübsche Fischerdörfer mit sehr guten Einkaufsmöglichkeiten und praktisch keine Kriminalität machen den Segelurlaub hier zum Vergnügen. Das gute Essen und der starke Tidenstrom sind die eigentlichen Herausforderungen.
Sowohl der offene Atlantik als auch die Buchten im Golfe du Morbihan locken. Obwohl nur 15 Seemeilen breit hat diese Bucht jede Menge Abwechslung zu bieten.
Von der pittoresken Hafenstadt Vannes bis zur schmalen Passage in den Atlantik sind es nur 14 Seemeilen. Ebenso weit erstrecken sich von Ost nach West die Segelmöglichkeiten innerhalb des Golfes und zwischen den zahlreichen kleinen Inseln.
Selbst auf einem Zweiwochentörn kann, wer will, jeden Abend eine neue geschützte Ankerbucht oder einen anderen urigen Fischerhafen anlaufen. Und der offene Ozean ist gerade mal zwei Segelstunden entfernt.
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| Wind & Wetter: | Im Sommer gibt es selten Stürme oder Starkwinde. Von April bis Oktober wechseln Hochdrucklagen (Keil des Azorenhochs) mit Einflüssen nordatlantischer Tiefs, die meist über England ziehen. In der Südbretagne wehen im Hochsommer meist westliche Wind, und es kann subtropisch warm werden. In Küstennähe bei Hochdrucklagen auch thermische Land-See-Winde im Sommer zwischen 3 bis 4 Bft. Beste Segelzeit: Zwischen Ostern und Oktober. Im Frühjahr ist es leer und abends noch kühl. In der Hauptsaison von Mitte Juni bis Ende August ist mit höheren Preisen und volleren Häfen zu rechnen. Beliebt ist der September (Atlantik noch warm, Häfen wieder leerer). |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel. Kenntnisse im Gezeitensegeln müssen vorhanden sein. Die Tidenströme können bei Springhochwasser zwischen Kaps und Inseln bis 8 Knoten stark sein. Ankern kann problematisch werden, wenn der Tidenstrom stark ist. |
| Navigation: | Gezeiten: Der maximale Tidenhub beträgt sechs Meter, der minimale 1,5 Meter. Die tidenbedingten Strömungen sind in den Passagen zwischen Inseln und Kaps am stärksten. Im Schnitt ist der Strom 1 bis 3 Knoten stark. Tidenkalender hängen in jedem Hafen aus, oder es gibt sie am Zeitungskiosk zu kaufen. Wetterberichte: In französischer Sprache in allen Hafenbüros (Capitainerie) oder über UKW Kanal 80, Ankündigung auf 16. |
| Häfen und Ankerplätze: | Es gibt zahlreiche Ankerbuchten, mehrere Marinas mit sehr guter Infrastruktur wie z.B. Lorient, Le Crouesty, Vannes. Einige Marinas haben Schwimmstege ohne weitere Infrastruktur: Auray, Ile aux Moines, Fischerhäfen, in denen man anlegen kann: Ile d'Arz, Ile aux Moines, Le Logeo, Séné, Loqmariaquer, Port Navalo. Manche Tidenhäfen öffnen den inneren geschützten Teil nur zu bestimmten Zeiten vor und nach Hochwasser. Viele Restaurants sind nicht billig, das Hafengeld in Vannes auch nicht, aber man kann ankern und an Bord kochen oder auf einer Insel picknicken. |
| Anreise: | Paris ist per Flieger, Zug oder Auto schnell erreicht. Hochgeschwindigkeitszug Thalys ab Köln nach Paris in etwa 3 Stunden. Von Paris mit dem TüV ab Bahnhof Gare Montparnasse in gut 3 Std. nach Vannes. Auch mit dem Flieger von Paris nach Lorient oder Nantes. Strecke Paris - Vannes ca. 420 km Autobahn. Fahrtzeit ca. 4 Std. |
| Nicht möglich: | Sorglos segeln ohne Tidenkalender und ohne Segelerfahrung in Gezeitenrevieren. |