Die "wilde Küste" hat auch ihre sanften Seiten: fast jeder Einschnitt einen herrlichen Anker- und Schnorchelplatz, wo abends nach einem schönen Sommertag keine Lichter angehen, sondern nur die Sterne mit dem Meeresleuchten um die Wette funkeln. Andernorts locken flache Strände mit feinem Sand.
Der ca. 130 Seemeilen lange an Frankreich grenzende Mittelmeerküstenstreifen Costa Brava reicht von den Ausläufern der Pyrenäen bis zur Tordera-Flussmündung bei Blanes. Cap Béar markiert das Nordtor zu diesem noch größtenteils unverdorbenen Küstenabschnitt. Barcelona liegt vom südlichen Ausgang nur 35 Seemeilen entfernt.
Zwischen den stark zerklüfteten Felsenkaps liegen malerische Fischerdörfer wie L'Estartit, Tamariu, Pálámos oder das berühmte Cadaques. Kleine Buchten - Calas - wechseln mit wilden Gebirgszügen, die atemberaubend vom Meer aufsteigen. Einige der Calas sind ausschließlich per Boot zu erreichen, hier ist die Küste selbst für Straßen zu wild.
Das Angebot an kulturellen Besuchen ist vielseitig. Besonders interessant ist das Dali-Dreieck, bestehend aus dem Dali Museum in Figueres, dem Pubol-Schloss und dem gleichzeitig als Museum dienenden Dali-Haus, welches in einer hübschen kleinen Bucht liegt.
Die felsigen Gebirge sind mit lichten Pinien-, Korkeichen- und Akazienhainen bewachsen. Typisch ist die mediterrane Macchia-Vegetation mit Ginster, Zistrosen und wilden Kräutern wie Rosmarin und Thymian. Die Tierwelt ist vielfältig: Füchse, Luchse, Wildschweine, Wildkatzen, diverse Greifvögel und Reptilien leben in den unzugänglicheren Rückzugsgebieten.
Ein Revier mit kleinen idyllischen Refugien und wilden Ausblicken wartet auf Ihren Besuch.
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| Wind & Wetter: | Der starke Wind aus nordwestlicher Richtung ist der Tramontana, ein Verwandter des berüchtigten Mistral im Golf du Lion. Auch Wind aus Südosten erreicht manchmal Sturmstärke im Frühjahr und Herbst. Ansonsten wehen thermische Brisen aus östlicher bis südlicher Richtung. Cabo Creus ist bei Tramontana schwer passierbar, vor allem in nördlicher Richtung. Starke Ostwinde bringen hohe Dünung vom offenen Meer, sind im Sommer aber selten. CROSS La Garde auf UKW in Französisch, sogar die spanischen Fischer verlassen sich auf diesen. Nach Ankündigung auf Kanal 16 wird dreimal am Tag ein komplettes Bulletin abgegeben. Beste Segelzeit: Von April bis Juni, September bis Oktober |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach bis mittel. |
| Navigation: | Mit terrestrischer Navigation kommt man gut klar. Das Revier ist gut betonnt und befeuert, in Küstennähe ist auf Unter- und Überwasserfelsen zu achten. |
| Häfen und Ankerplätze: | Blau ist die Farbe der Auszeichnung, die die Europäische Stiftung für Umwelterziehung für die Qualität des Wassers und für die Einrichtungen von Häfen vergibt. Die Costa Brava ist schon mit 39 blauen Flaggen ausgezeichnet. Die meisten Ankerplätze sind grundsätzlich nur in eine Richtung geschützt und erfordern daher besondere Wachsamkeit gegenüber Wetterveränderungen. Geschützte Häfen um Creus: Culera, Liansa, Puerto de la Seiva (oft überfüllt und sehr gedrängt), Rosas, Ampuriabrava. Die spanischen Häfen gehören in der Regel privaten Clubs und sind teurer als zum Beispiel an der französischen Küste. |
| Anreise: | Mit Low-Costcarrier Ryainair von Frankfurt/Hahn, Karlsruhe nach Gerona. Ab Gerona ist Palamos in einer Stunde per Bus zu erreichen. Nach Barcelona fliegt die Condor als Charter, die Iberia und Lufthansa als Linie täglich von allen großen deutschen Flughäfen. |
| Nicht möglich: | Gegen den Tramontana nach Norden gut voranzukommen und die Kaps zu runden. |