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Literatur Empfehlung


„ Atlantic Islands ”
Anne Hammick
Imray


„ Kapverdische Inseln - Der nautische Revierführer ”
Nikolaus Hüwe



Der neue Argos ONLINE Katalog 2012!

Yachtcharter Kapverdische Inseln

Bild von Mindelo, Sao Vicente island

Jenseits von Afrika

15 Inseln – mehr nicht, aber das reicht. Für einen Törn, der anders ist, als woanders. Die Kapverden sind nichts für Cocktailsegler!

Der Archipel liegt westlich der Sahara und nahe beim Äquator. Er trägt infolgedessen seinen Namen zu unrecht, denn hier ist nicht mehr sehr viel verde – grün. Der Name muss aus einer anderen Zeit übernommen sein, als es hier noch ein feuchteres Klima gab.

1456 entdeckten portugiesische Seefahrer den Archipel. Menschenleer war es schon damals aus gutem Grund: kaum Wasser, wenig fruchtbarer Boden, eine Welt aus Sonne und Wind.

Die Inseln werden in zwei Gruppen unterteilt, in barlavento und sotavento, "im Wind" und "unterm Wind”, was aber wenig Unterschied macht. Im Norden sind sie nach Heiligen benannt: São Nicolau, São Vicente und Santo Antão, vielleicht weil sie noch ein Stück weiter im Atlantik draußen liegen und etwas mehr vom Regen abbekommen, weshalb sie auch die "Agrarinseln” heißen.

Die Inseln in der Mitte, Maio und Sal, sind Wüsten aus Salz und Sand. Auf Brava, einer der wildesten im Süden, fühlen sich vor allem Blumen wohl – Heerscharen von Hibiscus und anderen südländischen Blütenräuschen wuchern hier allerorts – die Menschen dagegen sind fast alle ausgewandert. Unbewohnt sind Santa Lucia, Branco und Razo barlavento und die Gruppe Ilhéus Secos sotavento.

Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!

Unsere Ausgangshäfen:

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Satellitenkarte Yachtcharter Kapverdische Inseln

Reviereigenschaften Kapverden

Wind & Wetter: Die Kapverden sind ein Ganzjahresrevier. Die Inseln liegen 302 bis 443 Meilen vor der westafrikanischen Küste, zwischen 14° und 18° nördlicher Breite und damit im Einfluss des ganzjährigen Nordostpassats, wobei die mittleren Windgeschwindigkeiten zwischen Mai und November bei zehn Knoten liegen, von Dezember bis April bei 20 Knoten. Manchmal Postkartensegeln, mitunter aber auch Starkwind und stürmische Passagen zwischen den Inseln. Flauten sind selten, Stürme so gut wie unbekannt. Das Klima ist angenehm: Die Temperaturen betragen im Mittel zwischen 19 Grad in Januarnächten und 29 Grad an Septembertagen, wobei der Tag/Nacht-Unterschied selten fünf Grad übersteigt. Luftfeuchtigkeit um 60 Prozent, Sonnenscheindauer sechs bis zehn Stunden pro Tag bei 360 Sonnentagen im Jahr. Das Wasser ist zwischen 21 und 27 Grad warm. Beste Segelzeit: November bis Mai
Schwierigkeitsgrad: Nicht einfach. Zwischen den Inseln lassen sich Törns unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade verwirklichen. Wenn man von Sâo Vicente nach Sal, Boavista, Santiago oder Fogo ansteuern möchte, kommt manum gelegentliche Nachtfahrten und lange Kreuzstrecken nicht herum.
Navigation: Sorgfältig beachtet werden müssen die mitunter schlechte Sicht, die starke Strömung und eine Missweisung von bis zu 13° West. Auf Betonnung und Befeuerung sollte man sich nicht verlassen. Einen kapverdischen Wetterservice gibt es nicht; am besten nutzt man die Vorhersagen im Internet oder abonniert einen E-Mail-Dienst, etwa www.buoyweather.com.
Häfen und Ankerplätze: Meistens wird geankert. Nur hier steht ab April 2007 eine moderne Marina mit 150 Plätzen zur Verfügung (www.marinarnindelo.com). Gourmets werden auf den Kapverden nicht fündig. Die Supermärkte in Mindelo und Praia haben ein europäisches Angebot, teilweise aber teuerer als bei uns; in kleineren Orten spärliches Angebot. Wasser ist knapp, Diesel nur in Kanistern.
Anreise: Flug mit Cabo Verde Airlines (TACV) ab München nach Sal (dort Anschlussflug nach São Vicente), Condor im selben Rhythmus ab Frankfurt. Täglich fliegt TAP (Air Portugal) ab Frankfurt via Lisabon nach Sal. Visumpflicht, erteilt von den Honorarkonsulaten oder der Botschaft www.embassy-capverde.de. Die Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern.
Nicht möglich: Karibik-Hauch mit tropischen Wäldern, Palmen umzäunte Lagunen. Es herrschen Kontraste: blaues Meer, braunes Land! Allerdings gleichen die Menschen alle Mängel durch besondere Freundlichkeit aus.
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Santiago, die größte mit der Inselhauptstadt Praia, florierte zu Zeiten des Sklavenhandels als Umschlagplatz auf dem Weg nach Amerika. Die Abschaffung der Sklaverei machte das Geschäft kaputt und die Station ging bankrott.

Dafür erlebte Boavista, die östlichste Insel, einen Höhenflug mit dem Handel aus den natürlichen Salzsalinen. Auf den anderen Inseln machte man ebenfalls gute Geschäfte: unzählige Schiffe strandeten an ihren Küsten und Riffen, angeblich weil ungenaue Seekarten und eine geologische Störung des Magnetfeldes die Navigationsinstrumente täuschten.

Hartnäckig geleugnet wird von den Einheimischen das Gerücht, wonach ihre Vorfahren Laternen an die Schwänze ihrer Esel banden und sie nachts am Strand auf und ab führten… Strandete ein Schiff, wurde es bis auf den letzten Nagel geplündert. Solche Ereignisse nannte man moia – Überfluss.

Fogo – was nach Feuer schmeckt - besteht vor allem aus einem Vulkan, dem 2.829 m hohen Pico de Fogo, letzter Ausbruch 1995. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts hat der Inselberg 29 mal Feuer gespuckt, glühende Steine ins Meer gehustet und Nächte rot gefärbt.

Die Inseln im Nordwesten sind jung-vulkanisch und ziemlich hochgebirgig, die östlichen älter und flacher.

Bild von Stadthafen in Sao Vicente

Nur 30 Seemeilen vom Pico de Fogo entfernt liegt Praia, die Hauptstadt des Archipels, an der Südküste von Santiago. Ungehorsam in Praia bestraften die Portugiesen mit Exil auf Fogo – kaum jemand konnte sich etwas Schlimmeres vorstellen. An Fogos Westküste liegt das Städtchen São Filipe. Bunt auf schwarzem Sand errichtet, schützt es die letzten Herrschaftshäuser vor dem Einsturz, deren Architektur der kolonialen Gesellschaft nach-empfunden war: oben die Weißen, im Erdgeschoss die von ihnen in die Welt gesetzten kakaobraunen Mulatten, im Keller die schwarzen Sklaven.

Mindelo auf São Vicente liegt an der zweitschönsten Bucht der Welt – die schönste soll die von Rio sein. Angeblich wird in Mindelo im Februar auch der zweitwildeste Karneval gefeiert. Hier liegen auch die gepflegten Charteryachten an der Ausgangsbasis für Ihren Kapverden-Törn.

Abgesehen von den Portugiesen, den einstigen Kolonialherren der heute unabhängigen parlamentarischen Demokratie, kommen die meisten Besucher der Kapverden aus Italien, Frankreich und Deutschland. Viele von ihnen bleiben gleich auf Sal – wo es den größten Flughafen gibt.

Sie suchen genau das, was Sal in Hülle und Fülle hat: endlose Strände, kräftigen Wind und eine erhabene Dünung. Vor allem von November bis Juni, wenn die Insel zwischen Nordost-Passat und Harmattan stöhnt, wird Sal zum Eldorado für Surfer und Wellenreiter. Dies ist auch die beste Zeit für Segler, die eine gehörige Portion Abenteuerlust eines Indiana Jones im Blut haben sollten, wenn sie auf den Kapverden zu einem Entdeckertörn die Leinen los werfen.

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